Hof Geschichte


Der Hof kann auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurückblicken, die bis ins Jahr 1365 dokumentiert ist. Am 21. September 1365 wird „Nyemans Erbe thon Sladen“ in einer Urkunde erwähnt. In diesem Jahr überließen die Gebrüder von Korff das Anwesen an die Gebrüder van den Rodenschleben als Dienstmannlehngut für eine Summe von 100 Mark.
Diese historische Beurkundung markiert den Beginn der schriftlich festgehaltenen Geschichte des Hofes und verdeutlicht seine Bedeutung innerhalb des damaligen feudalen Systems. Dienstmannlehngüter waren zu jener Zeit eine gängige Praxis, bei der Höfe oder Ländereien von adeligen Familien an verdiente Untergebene oder Vasallen verliehen wurden, die im Gegenzug bestimmte Dienste zu leisten hatten.
Aus dem ursprünglichen Hof „Niemann“ entwickelte sich über die Jahrhunderte der heutige Hof „Austermann“. Diese Veränderung des Namens spiegelt die wechselhafte Geschichte des Hofes wider, die besonders dadurch geprägt ist, dass der Hof mehrfach durch weibliche Erbfolge weitergegeben wurde. In Zeiten, in denen Frauen oft nicht im Fokus der offiziellen Hofchroniken standen, ist dies ein bemerkenswertes Zeugnis für ihre Rolle und Verantwortung in der Erhaltung und Weiterentwicklung des landwirtschaftlichen Betriebes.
Die Umbenennung des Hofes in „Austermann“ ist das Ergebnis dieser Generationenfolge und unterstreicht, wie Hofnamen im ländlichen Raum häufig von den Familiennamen der Besitzer abhängig waren. So wurde aus „Niemann“ durch Heirat und Nachfolge letztlich „Austermann“, ein Name, der bis heute fortbesteht.
Das ursprüngliche Wappen des Hofes unter dem Namen Niemann.
Die Geschichte der Gurke

Die Gurkenspezialitäten vom münsterländischen Hof Austermann sind Kennern ein Begriff. Zuerst war es für Ursula Austermann nur ein Hobby, die leckeren Gurken in der heimischen Hofküche einzulegen. Heute hat sie die Verantwortung für die Zutaten, die den eingelegten Leckereien ihren besonderen Geschmack geben an die nächste Generation abgegeben. Doch der einzigartige Geschmack gründet vor allem auf dieser jahrelangen Erfahrung in der Feinkostherstellung, die über Generationen hinweg gesammelt wurde. Die Spezialitäten werden sowohl im eigenen als auch in anderen Hofläden, sowie in Supermärkten und Feinkostgeschäften angeboten.
1365 Erstmalige erwähnung der Hofstelle im Kirchbuch
1992 Ursula und Robert Austermann steigen mit dem Anbau von Spargel in die Direktvermarktung ein
1992-1999 Ursula Austermann kreiert den Klassiker Feiner Gurkentopf in ihrer Hausküche nur für die 5-köpfige Familie
1999 Die ersten Gurkengläser “Feiner Gurkentopf” sind in dem saisonal offenen Hofladen in der Spargelzeit gewandert – hergestellt wird in der privaten Küche
1999 Die Gurkenproduktion wird von der Hausküche auf die Tenne verlegt als kurzfristige Lösung
22.06.2000 Die Produktion wird auf die leere Tenne verlegt. Die Gurken werden zugekauft, mit Hand gewaschen und der Sud auf einem kleinen gebrauchten Herd in kleinen Töpfen erhitzt.
2002 Erster Anbau von Kürbissen für die Direktvermarktung – Blumenfeld
2002 Winter Ursula Austermann meldet ein Gewerbe an
2002 Bau des ersten ganzjährig offenen Hofladens auf der alten Tenne mit einer kleinen Küche daneben für die Gurkenproduktion
2005 Vertriebstouren durch ganz Deutschland hauptsächlich von Ursula Austermann
22.08.2003 Erster Wiederverkäufer Edeka Buller in Warendorf wird mit einer kleinen Menge an Gläsern beliefert
31.03.2004 Kauf Gurkensortiermaschine.
2004 Letztes Jahr mit Spargelanbau und das erste Jahr mit Gurkenanbau.
2005 Der Wunsch wächst, die Gurken selbst anzubauen um frische, knackige Gurken zu ernten. “Achtern Hof” werden die ersten Gurken angebaut. Polnische Erntehelfer rücken an. Die Erntehelfer gehen mit kleinen Körben bei Wind und Wetter übers Feld und ernten die kleinen Einlegegurken.
26.06.2005 Es wird in Edelstahlkörben in großen Kochkesseln eingekocht. Das erste Lager wird gebaut.
27.04.2007 Inventarerweiterung kleine Küche.
14.11.2008 Kauf große Gurkensortiermaschine.
2008/2009 Die erste grüne Halle wird inklusive Lager und Großküche gebaut, da jährlich ausverkauft. Küche besteht aus Sandwichelementen. Die restliche Halle besteht aus Hochregalen und wir glauben tatsächlich, dass wir das niemals voll kriegen.
2010 Der erste Gurkenflieger wird gebraucht angeschafft. Das Bücken und Pflücken mit kleinen Körben hat endlich ein Ende.
Die Mitarbeiter sind vor Regen und Sonne geschützt. Sommer 2011 das erste mal im Einsatz.
18 Personen können hier im Liegen pflücken, auf jeder Seite 9.
2013 Ein neuer, größerer Gurkenflieger wird angeschafft. 24 Personen ( auf jeder Seite 12 ) können jetzt Gurken pflücken
2013 Bau erstes Büro im alten Spargelverkauf
2015 Auftragsvergabe neue Halle (hier war Swen schon der ausführende – damals noch beschäftigt bei Plessner)
09.04.2016 Einweihung der neuen Halle
01.07.2016 Johanna Austermann pachtet und leitet den landwirtschaftlichen Betrieb
06.08.2018 Gründung der Hofladen Austermann GmbH & Co. KG mit Ursula Austermann, Robert Austermann und Johanna Austermann als Geschäftsführer
2018 Der alte Stall wird abgerissen. Die Baumaterialien werden peinlich genau sortiert und in diesem Hofladen wieder zum Leben geweckt.
20.06.2019 Fronleichnam Hofladen Neueröffnung im heutigen 120m² neu gebauten Hofladen mit offener Küche und neuem Bürotrakt
2021 Keine Neukunden können mehr angenommen werden, da die Großküche an Ihrer Kapazitätsgrenze ist
01.07.2021 Übernahme des landwirtschaftlichen Betriebes durch Johanna Austermann
01.07.2021 Übertragung der Hofladen Austermann GmbH & Co. KG an Johanna Austermann und Ehemann Swen Austermann
01.07.2022 Erneuerung & Modernisierung der Großküche für die Gurkenproduktion in der grünen Halle









